Lerntherapie

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„die liegende Acht“, mit Übungen aus der Pädagogischen Kinesiologie – Lernblockaden und Lernverhalten erkennen …

Was ist integrative Lerntherapie und wie arbeiten wir?

Integrative Lerntherapie ist eine pädagogisch-psychologische Förderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Lernschwächen oder Lern- und Leistungsstörungen, die in einzelnen Bereichen auftreten.

Diese liegen meistens im Bereich einer Leseschwäche einer Rechtschreibschwäche oder Leserechtschreibschwäche, in einer Matheschwäche oder Dyskalkulie vor. Andere betroffene Bereiche können Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsprobleme sein, Konzentrationsschwächen, Motivationsdefizite oder auch AD(H)S.

Die integrative Lerntherapie ist eine ganzheitliche Entwicklungsförderung für den betroffenen Menschen, wobei wir eng mit der Familie und der Schule des Kindes zusammenarbeiten. Die Lerntherapie ist immer sehr individuell auf den Klienten zugeschnitten, deshalb erfolgt sie üblicherweise in Einzelsitzungen. Meistens dauert eine Einheit eine Zeitstunde pro Woche und findet in unseren Räumen, im LernAtelier statt.  Bei Bedarf (in Ausnahmefällen) kommen wir auch zu Ihnen nach Hause oder begleiten Ihr Kind in der Schule. Die Dauer einer Lerntherapie ist individuell auch sehr unterschiedlich.

Zuallererst bauen wir eine positive Beziehung und eine Vertrauensbasis zwischen LerntherapeutIn und Klient auf, die die Voraussetzung für jede erfolgreiche Zusammenarbeit ist.

Im Kennenlernprozess erstellen wir eine „Anamnese“. Hier analysieren wir nicht nur die Lernstruktur und die Lernvoraussetzungen des Kindes, sondern untersuchen vor allem, wo es Stärken, Interessen und Vorlieben hat. Danach schauen wir in welchen Bereichen es Schwächen hat. Wir prüfen, welche Hilfen das Kind bisher hatte und welche davon erfolgreich waren und welche nicht. Außerdem wird die familiäre Situation mit betrachtet und mit einbezogen. Weiterhin überprüfen wir sämtliche Wahrnehmungskompetenzen, die Konzentrationsfähigkeit, die Motivation und die Ausdauer. Durch das Elterngespräch und gegebenenfalls Arztbesuche müssen organische Probleme (Augen, Ohren u.a.) ausgeschlossen werden.

In der Lerntherapie arbeiten wir immer von den Vorlieben und den Ressourcen des Kindes ausgehend. Durch diese positive Sichtweise entstehen Motivation und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, dass Lernschwierigkeiten überwunden werden können.

Aus den Stärken des Kindes heraus trainieren wir dann ein assoziatives, verknüpfendes Lernen. Das Kind lernt etwas Bekanntes auf etwas Neues anzuwenden.
Wir benutzen dabei die unterschiedlichsten Materialien und Methoden, je nach dem was dem Kind entspricht und zusagt. In der Lerntherapie kommen viele Materialien zum Einsatz, die das Kind anfassen und „be-greifen“ kann-  oft wird das Lernen von abstrakten Themen dann leichter nachvollziehbar (Mathematik).

Zur Anwendung kommen diverse Spiele, handwerkliche und künstlerische Tätigkeiten, Wahrnehmungsübungen, Hörübungen, Musik, Entspannungsübungen und vor allem Bewegungsübungen. Wir wenden z.B. auch Methoden aus der Gesprächs- und Gestalttherapie und der Kinesiologie an.
Die Leitfragen sind hierbei immer wieder, was macht dem Kind Spaß und fördert so sein Interesse und die Motivation – was führte zu falschen Lernstrategien – welche Lernvoraussetzungen sind noch nicht ausgereift und wie können Lernprozesse gefördert werden – was beeinträchtigt ggfs. Aufmerksamkeit, Ausdauer, Konzentration etc.

Ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Verbesserung der Wahrnehmungen, hierzu zählen auch Bewegungsübungen zur Entwicklung eines Körperschemas.

Durch das ressourcenorientierte Arbeiten wird auch das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl aufgebaut bzw. gestärkt, die Motivation und die Lernlust werden verstärkt.

Weitere Punkte unserer Arbeit sind Gedächtnistraining, Konzentrationstraining durch o.g. Methoden, außerdem arbeiten wir mit dem „Marburger Konzentrationstraining“.

Die Lernvoraussetzungen für jegliches Lernen werden erarbeitet oder verbessert, es werden Strategien und Lerntipps individuell zusammengestellt und die inhaltlichen Grundlagen des Problemfaches oder der Problemfächer werden aufgebaut und nachgeholt.

Das Ziel der Lerntherapie ist, dass das Kind Hilfe zur Selbsthilfe erfährt und zeitnah in die Selbständigkeit entlassen wird.  Erreicht werden kann dies durch Motivationsförderung, Anstrengungsbereitschaft, Selbstvertrauen in die eigenen Leistungen und Fähigkeiten. Vermittlung von Lerntechniken und eines eigenverantwortlichen Lernverhaltens. Fachliche Defizite können dann, wenn ein gutes eigenverantwortliches Lernverhalten vorliegt mit Nachhilfe nachgeholt werden.

Aus unserer Erfahrung ist es günstig schon sehr frühzeitig mit Lerntherapie zu beginnen, bevor sich mögliche negative Lernstrukturen verfestigt haben. Das kann durchaus in der ersten Klasse sein oder auch noch davor.

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„der Baum“, mit Yogaübungen den Gleichgewichtssinn schulen und die Konzentration fördern

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Konzentrationsübung durch Bewegung, z.B. Balancieren