Was erwartet Sie bei uns?

Ausgangspunkt ist ein kostenloses, individuelles Erstgespräch mit den Eltern bzw. denjenigen Erwachsenen, die für das Kind verantwortlich sind. Selbstverständlich können auch Großeltern, Lehrer/innen und andere, die in die Lernsituation des Kindes involviert sind, das Gespräch mit uns suchen.

Dieses erste Gespräch kann ganz allgemein sein und zunächst zu Ihrer Information diesen. Dort oder in einem anschließenden weiteren Gespräch werden schließlich anhand umfangreicher und aussagekräftiger Anamnese- und Fragebögen die allgemeine Entwicklung des Kindes, der derzeitige Entwicklungsstand, mögliche Ursachen der Lernstörung und die aktuelle Leistungsverfassung des Kindes festgehalten. Später ergänzen spezielle Tests diese erste Informationssammlung, Nach und nach kristallisiert sich so eine präzise Lernstandserhebung heraus. Dabei geht es jedoch nicht darum, eine Leistungsdiagnostik durchzuführen, sondern die Art, den Umfang und die Qualität der Lernschwäche möglichst präzise herauszuarbeiten.

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen sogenannten defizitären Lernstörungen, die durch Entwicklungsdefizite entstanden sind, und sogenannten strukturellen Lernstörungen. Dabei sind oftmals defizitäre den strukturellen Störungen vorgelagert.

Auf der Grundlage dieser Diagnose wird mit Kind und Eltern gemeinsam ein individueller Therapieplan erstellt, der im Rahmen einer integrativen Lerntherapie pädagogische, psychotherapeutische und fachdidaktische Maßnahmen umfasst.

Üblicherweise findet eine Lerntherapie in Einzelstunden einmal pro Woche statt. Der Zeitraum variiert. Manchmal genügt eine kurze Intervention, manchmal ist eine Langzeittherapie vonnöten. In der Regel bewegt sich der Therapiezeitraum in der Mitte zwischen diesen beiden Polen.

Regelmäßige Feedback-Gespräche mit den Eltern gehören zu einer Lerntherapie dazu. Ratsam und hilfreich ist auch ein enger Kontakt der Therapeutin/des Therapeuten mit der Schule.

Anmerkung: Die psychotherapeutische Diagnose als Voraussetzung für die Eingliederungshilfe gemäß § 35a SGB VIII erfolgt durch Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten.